

Pressemeldungen
Experten raten zur Grippeimpfung – besonders für Menschen ab 65
• Einer der drei neuen Grippestämme, die in dieser Saison zirkulieren, könnte sehr schwere Grippeerkrankungen hervorrufen
• Für Menschen im Seniorenalter sind die Gripperisiken besonders hoch
• Wirkverstärkter Grippeimpfstoff für Personen ab 65 Jahren kann auch bei veränderten Virusvarianten schützen
Marburg, 03.09.2008 - Die Grippesaison steht wieder bevor. Obwohl die Grippewelle im vergangenen Winter bei uns eher mild verlief, besteht kein Grund zur Entwarnung. Im Gegenteil – Experten vermuten, dass Grippeerkrankungen in der bevorstehenden Saison wieder schwerer verlaufen könnten und raten zur vorbeugenden Impfung. Besonders für Senioren ist die Grippeimpfung wichtig: Denn neun von zehn der Todesfälle, die durch eine echte Virusgrippe (Influenza) bedingt sind, treten bei Personen ab 65 Jahren auf. Dies unterstrichen namhafte Referenten bei einer Pressekonferenz des Impfstoffherstellers Novartis Vaccines in Frankfurt.
Da sich Grippeviren ständig verändern, muss auch die Zusammensetzung der Grippeimpfstoffe jedes Jahr geändert und die Impfung jährlich erneuert werden. Für die Zusammensetzung der Impfstoffe gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in jedem Frühjahr die drei Virusstämme bekannt, die gerade am häufigsten zirkulieren. Für einen optimalen Impfschutz muss der aktuelle Grippeimpfstoff möglichst genau die jeweils in der kommenden Grippesaison zirkulierenden Virusstämme enthalten. In diesem Jahr trat der ungewöhnliche Fall ein, dass im Vergleich zu den Vorjahren alle drei von der WHO ausgewählten Virusstämme neu sind. Das bedeutet, dass Viren zirkulieren, die für das menschliche Abwehrsystem (Immunsystem) neu sind. Und: Einer dieser Stämme, Influenza A (H3N2), führt in der Regel zu schweren Erkrankungen. Wer sich in diesem Herbst nicht gegen Influenza impfen lässt, steht den angreifenden Viren nahezu unvorbereitet gegenüber und könnte bei einer Infektion mit hoher Wahrscheinlichkeit erkranken, so Professor Dr. Peter Wutzler vom Institut für Virologie und Antivirale Therapie der Universität Jena.
„Aus diesem Grund ist es in diesem Jahr besonders wichtig, sich gegen Grippe impfen zu lassen“, betonte der Virologe. Wirkverstärkter Impfstoff sorgt für guten Impfschutz bei Senioren Besonders wichtig ist die Grippeschutzimpfung für ältere Menschen, da gerade sie bei einer Infektion mit dem Grippevirus oft sehr schwer erkranken und auch Komplikationen wie Lungenentzündungen bei ihnen häufig vorkommen. Doch gerade bei älteren Menschen wirkt ein Standard-Grippeimpfstoff oft weniger gut, da die Leistungsfähigkeit des Immunsystems im Alter nachlässt und schwächer auf die Impfung reagiert.
Für Menschen ab 65 Jahren gibt es deshalb einen Grippeimpfstoff mit einer verstärkten Wirkung. Dieser maßgeschneiderte Impfstoff enthält einen speziellen Wirkverstärker, der das schwächer werdende Immunsystem beim Aufbau von Abwehrstoffen gegen Grippe unterstützt. Auf diese Weise sorgt er für einen guten Grippeschutz auch in dieser Altersgruppe. Zudem schützt der wirkverstärkte Grippeimpfstoff beim plötzlichen Auftreten von veränderten Virusvarianten besser als ein Standardimpfstoff vor einer Grippe. Immer wieder kann es vorkommen, dass die im Impfstoff enthaltenen Stämme von den kursierenden Virustypen abweichen. Dies liegt an der Zeitspanne (die unter anderem durch die Impfstoffproduktion bedingt ist), zwischen der Bekanntgabe der Virusstämme, die im Impfstoff enthalten sein sollen, durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Auftreten der eigentlichen Grippewelle. Die Grippeimpfung ist für alle ab 60 Jahren bzw. die mit dem wirkverstärkten Impfstoff ab 65 Jahren kostenlos – die Kassen übernehmen die Kosten. Eine Praxisgebühr fällt bei Impfungen ebenfalls nicht an. Die beste Zeit für die Grippeimpfung sind die Herbstmonate von September bis November. Aber auch danach kann eine Impfung noch sinnvoll sein. Die Schutzwirkung hat sich nach etwa 14 Tagen aufgebaut.
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Über Novartis
Die Novartis AG bietet medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften auf der ganzen Welt einzugehen. Das Unternehmen ist ausschliesslich auf Wachstumsbereiche des Gesundheitssektors ausgerichtet und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen – mit innovativen Arzneimitteln, kostengünstigen generischen Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen sowie Consumer-Health-Produkten. Novartis ist das einzige Unternehmen mit führenden Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2007 erzielten die fortzuführenden Geschäftsbereiche des Konzerns (ohne Desinvestitionen 2007) einen Nettoumsatz von USD 38,1 Milliarden und einen Reingewinn von USD 6,5 Milliarden. Der Konzern investierte rund USD 6,4 Milliarden in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 98 000 Vollzeit-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.
Novartis Vaccines and Diagnostics ist eine Division von Novartis, deren Schwerpunkt auf der Entwicklung von präventiven Behandlungen und Hilfsmitteln liegt. Die Division beinhaltet zwei Bereiche: Novartis Vaccines und Chiron. Novartis Vaccines ist der weltweit fünftgrößte Impfstoffhersteller und der zweitgrößte Anbieter von Grippeimpfstoffen in den USA. Zu den Produkten der Division gehören Grippe-, Meningokokken-, Pädiatrie- und Reiseimpfstoffe. Chiron steht für das Bluttest- und Molekulardiagnostik-Geschäft und arbeitet daran, die Ausbreitung von Infektionskrankheiten durch Entwicklung neuartiger Bluttests zum Schutz der weltweiten Versorgung zu verhindern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartisvaccines.com.
Novartis Vaccines in Marburg ist der deutsche Standort des Impfstoffherstellers Novartis Vaccines and Diagnostics. In Deutschland hat der Impfstoffhersteller eine mehr als 100-jährige Tradition, die auf den Fir¬mengründer Emil von Behring zurückgeht, den ersten Träger des Medizin-Nobelpreises. In Deutschland ist Novartis Vaccines führender Spezialist bei Influenza- und FSME-Impfstoffen. Am Standort Marburg werden neben Grippe- und FSME-Impfstoff u.a. auch Impfstoffe gegen Diphtherie, Tetanus und Tollwut hergestellt. Informationen unter www.novartis-vaccines.de.
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09.01.2012 16:44 Uhr

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