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Pressemeldungen

Acht Prozent mehr FSME-Fälle (Frühsommer-Meningoencephalitis)

- Robert Koch-Institut beobachtet Anstieg der Fallzahlen in 2009
- Einzelne Erkrankungsfälle auch außerhalb ausgewiesener Risikoregionen
- Mehr Aufklärung über die Bedeutung der Schutzimpfung erforderlich

Marburg, 18.05.2010 - Die Zahl der Menschen, die in Deutschland an Zeckenencephalitis (Frühsommer-Meningoencephalitis, FSME) erkrankt sind, ist im vergangenen Jahr um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies meldet das Robert Koch-Institut in einem aktuellen Bericht über die FSME-Risiken in Deutschland*. Nachdem es im Jahr 2008 zu 289 Erkrankungen an dieser durch Zeckenstich übertragenen Infektion kam, stieg die Zahl 2009 auf 313 gemeldete Fälle von FSME. Eine FSME kann ursächlich nicht behandelt werden. Einzig die Impfung kann vor der Erkrankung schützen.


Rund 90 Prozent der 300 innerhalb Deutschlands erworbenen FSME-Infektionen traten in Bayern und Baden-Württemberg auf. Die anderen Fälle verteilten sich auf Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Erstmals trat ein Fall in Schleswig-Holstein auf. Dieses Bundesland gilt bisher nicht als Risikogebiet für FSME. Bereits seit einigen Jahren zeichnet sich ein Trend zu einem Vordringen der FSME nach Norden aus, da es immer wieder zu einzelnen Fällen außerhalb der ausgewiesenen Risikogebiete in den südlichen Bundesländern kommt.


Bedeutung der Schutzimpfung betont
Bei der FSME handelt es sich um eine schwere Erkrankung, die mit einer Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns einhergehen kann und für die es bis heute keine ursächliche Behandlung gibt. Ein Teil der Erkrankten behält bleibende neurologische Störungen zurück, auch Todesfälle kommen vor. Das Robert Koch-Institut weist daher darauf hin, dass die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut eine Schutzimpfung gegen FSME für Personen empfiehlt, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten und dabei mit infizierten Zecken in Kontakt kommen könnten. Außerhalb Deutschlands ist die Impfung gegen FSME für Reisende empfohlen, die in Risikoregionen zeckenexponiert sind.


Die Zahl der Geimpften hat in den Risikogebieten Deutschlands während der letzten Jahre zugenommen, ist aber noch deutlich zu niedrig: Von den Schulanfängern sind in Risikogebieten in Bayern 39 Prozent geimpft, in Baden-Württemberg 36 Prozent und in Thüringen 57 Prozent. Es ist jedoch zu vermuten, dass die Impfquoten bei Erwachsenen niedriger liegen als bei Kindern. Bei einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung aus dem Jahr 2009 lagen die Quoten der Erwachsenen mit abgeschlossener Grundimmunisierung gegen FSME in Risikogebieten deutlich unter 35 Prozent. In manchen Gebieten mit hohem FSME-Risiko wie dem Hohenlohekreis und dem Zollern-Albkreis in Baden-Württemberg lag sie sogar unter 10 Prozent. Das Robert Koch-Institut weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Erwachsene bei einer FSME-Infektion ein deutlich höheres Risiko haben, schwer zu erkranken, als Kinder. Die Aufklärung über die Relevanz des Impfschutzes habe daher weiterhin hohe Priorität, so der Bericht des Instituts.

Weitere Informationen zur FSME und zur vorbeugenden Impfung unter www.zeckeninfo.de

* Epidemiologisches Bulletin Nr. 17

 

Über Novartis

Novartis bietet medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften auf der ganzen Welt einzugehen. Das Unternehmen ist ausschliesslich auf Wachstumsbereiche des Gesundheitssektors ausgerichtet und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen - mit innovativen Arzneimitteln, kostengünstigen generischen Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen sowie Consumer-Health-Produkten. Novartis ist das einzige Unternehmen mit führenden Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2009 erzielten die fortzuführenden Geschäftsbereiche des Konzerns einen Nettoumsatz von USD 44,3 Milliarden. Der Konzern investierte rund USD 7,5 Milliarden in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 100 000 Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter (Vollzeitstellenäquivalente) in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.
 
Novartis Vaccines und Diagnostics ist eine Division von Novartis, deren Schwerpunkt auf der Entwicklung von präventiven Behandlungen liegt. Die Division umfasst zwei Bereiche: Novartis Vaccines und Novartis Diagnostics. Novartis Vaccines ist der weltweit fünftgrößte Impfstoffhersteller und der zweitgrößte Anbieter von Grippeimpfstoffen in den USA. Zu den Produkten der Division gehören außerdem Meningokokken-, Pädiatrie- und Reiseimpfstoffe. Novartis Diagnostics entwickelt und vertreibt innovative Technologien für den frühen Nachweis von Pathogenen, um so die weltweite Blutversorgung zu schützen und die Ausbreitung von Infektionskrankheiten zu verhindern.
 
Novartis Vaccines in Marburg ist der deutsche Standort des Impfstoffherstellers Novartis Vaccines and Diagnostics. In Deutschland hat der Impfstoffhersteller eine mehr als 100-jährige Tradition, die auf den Firmengründer Emil von Behring zurückgeht, den ersten Träger des Medizin-Nobelpreises. In Deutschland ist Novartis Vaccines führender Spezialist bei Influenza- und FSME-Impfstoffen. Am Standort Marburg werden neben Grippe- und FSME-Impfstoff u.a. auch Impfstoffe gegen Diphtherie, Tetanus und Tollwut hergestellt. Informationen unter www.novartis-vaccines.de.

 

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+49-6421-395944 (direkt)
stefanie.mohr@novartis.com und presse.marburg@novartis.com

 

Medienmaterial

Informationen sowie Bildmaterial in unterschiedlicher Auflösung stehen Journalisten in einem geschützten Pressebereich auf der Internetseite von Novartis Vaccines zur Verfügung. Anmeldungen und Einloggen unter http://www.novartis-vaccines.de/php/presse/login.php.

Auf www.novartis-vaccines.de finden Interessierte außerdem den Em@il von Behring Newsletter. Dieser kann unter www.novartis-vaccines.de/php/newsletter/ kostenlos abonniert werden.

Bei Veröffentlichung freuen wir uns über ein Belegexemplar.

 

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09.01.2012 16:43 Uhr

 

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