

Pressemeldungen
Bei Urlaub an Impfschutz gegen Zeckenencephalitis (FSME) denken
- Zeckenencephalitis (Frühsommer-Meningoencephalitis, FSME) kommt in vielen beliebten Urlaubsländern vor
- Je weiter man nach Osten kommt, desto höher das Risiko
- Ein Impfschutz kann innerhalb von drei Wochen aufgebaut werden
Marburg, 27.05.2010 - Fast 90 Prozent der für 2010 geplanten Urlaubsaufenthalte verbringen die Deutschen innerhalb des eigenen Landes oder im europäischen Ausland, wie eine Studie des ADAC* zeigt. Anders als bei Fernreisen sind sich Europa-Urlauber oft wenig bewusst, dass es auch in ihrem Urlaub gesundheitliche Risiken gibt, vor denen sie sich schützen sollten. Gerade in Mittel-, Nord- und Osteuropa ist die Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) verbreitet, eine Infektionskrankheit, die beim Stich infizierter Zecken übertragen wird und bei der es zu einer Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns kommen kann. Eine Impfung ist der effektivste Schutz vor dieser potentiell gefährlichen Infektion. Doch nicht nur in Europa ist die FSME verbreitet: Die FSME ist auch in einigen Regionen Süd-Ost-Asiens endemisch, beispielsweise in China und der Mongolei.
Immer mehr Gebiete mit FSME-Risiko in Europa
"Der Trend zur weiteren Ausbreitung der FSME-Risikogebiete in Europa und in Deutschland setzt sich fort", warnt Dr. Christian Schönfeld vom Tropeninstitut in Berlin. "In Europa haben die Fallzahlen während der letzten 30 Jahre kontinuierlich zugenommen", berichtet der Experte. Bekannte Risikogebiete in Europa sind neben den südlichen Bundesländern Deutschlands vor allem Regionen in Österreich, Ungarn, Kroatien, Slowenien, Tschechien, Slowakei, Polen und im Baltikum. Weniger bekannt ist, dass man sich mit FSME auch in südlichen Landesteilen in Schweden, Finnland und Norwegen, auf den Inseln Bornholm und Seeland, im Elsass und in Bordeaux in Frankreich sowie in der Schweiz und Norditalien infizieren kann. All diese Gebiet sind besonders bei Deutschen beliebte Urlaubsziele oftmals auch in Verbindung mit einem Zelt- oder Campingurlaub.
In Russland können Zecken eine besonders gefährliche Variante der FSME übertragen, die noch schwerere Erkrankungen auslöst und häufiger zum Tod führt als die europäischen Erreger. Die gute Nachricht, der in Deutschland erhältliche Impfstoff schützt auch vor dieser Variante. "Die Faustregel lautet: Je weiter man nach Osten kommt, desto höher das FSME-Risiko", so Dr. Schönfeld.
Zecken finden sich nicht nur im Wald, auch auf Wiesen, an Wegrändern, in Parks und Gärten sind die Blutsauger heimisch. Deshalb besteht laut Dr. Schönfeld nicht nur für Wanderer und ausgewiesene Outdoor- und Camping-Fans Infektionsgefahr: "Unabhängig davon, ob ein Kurztrip oder ein Langzeitaufenthalt in der Natur geplant ist, können sich Reisende in Risikogebieten mit dem FSME-Virus infizieren und erkranken. Auch bei einer Durchfahrt durch ein Risikogebiet - mit Pausen im Freien - kann schon die Gefahr einer Infektion bestehen."
"Wenn man sich gut vorbereitet auf die Reise begeben und nicht erkranken möchte, kommt einzig und allein die vorbeugende Impfung gegen die FSME in Frage", empfiehlt Dr. Schönfeld. Die Impfung ist umso wichtiger, da es für die Erkrankung, wenn sie einmal ausgebrochen ist, noch immer keine spezifische Behandlungsmöglichkeit gibt.
Eine Grundimpfung gegen die FSME besteht aus drei Injektionen – die ersten beiden erfolgen normalerweise im Abstand von 1-3 Monaten, die dritte nach 9 – 12 Monaten. Wenn es schnell gehen muss, zum Beispiel vor einem geplanten Urlaub, gibt es bei einem der in Deutschland erhältlichen Impfstoffe die Möglichkeit, alle drei Impfungen auch innerhalb von 3 Wochen zu verabreichen, um kurzfristig einen wirksamen Schutz aufzubauen. Dann sollte die Impfung aber nach einem Jahr aufgefrischt werden. Der FSME-Impfstoff, mit dem nach diesem so genannten Schnell-Schema geimpft werden kann, ist gut verträglich und schützt auch vor der gefürchteten fernöstlichen Variante des FSME-Virus.
Weitere Informationen zur FSME und zur vorbeugenden Impfung unter www.zeckeninfo.de
* ADAC Reisemonitor 2010
Über Novartis
Novartis bietet medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften auf der ganzen Welt einzugehen. Das Unternehmen ist ausschliesslich auf Wachstumsbereiche des Gesundheitssektors ausgerichtet und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen - mit innovativen Arzneimitteln, kostengünstigen generischen Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen sowie Consumer-Health-Produkten. Novartis ist das einzige Unternehmen mit führenden Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2009 erzielten die fortzuführenden Geschäftsbereiche des Konzerns einen Nettoumsatz von USD 44,3 Milliarden. Der Konzern investierte rund USD 7,5 Milliarden in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 100 000 Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter (Vollzeitstellenäquivalente) in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.
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Novartis Vaccines in Marburg ist der deutsche Standort des Impfstoffherstellers Novartis Vaccines and Diagnostics. In Deutschland hat der Impfstoffhersteller eine mehr als 100-jährige Tradition, die auf den Firmengründer Emil von Behring zurückgeht, den ersten Träger des Medizin-Nobelpreises. In Deutschland ist Novartis Vaccines führender Spezialist bei Influenza- und FSME-Impfstoffen. Am Standort Marburg werden neben Grippe- und FSME-Impfstoff u.a. auch Impfstoffe gegen Diphtherie, Tetanus und Tollwut hergestellt. Informationen unter www.novartis-vaccines.de.
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09.01.2012 16:43 Uhr

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