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Pressemeldungen

Meningokokken-Impfung: STIKO empfiehlt neuen Vierfach-Konjugatimpfstoff statt der herkömmlichen Polysaccharid-Impfstoffe

- Einsatz empfohlen bei Reiseimpfungen, bei gesundheitlich gefährdeten Personen, bei Impfungen von Personen mit beruflichem Risiko und bei Impfungen nach Kontakt zu einer an Meningokokken erkrankten Person
- Moderne Konjugatimpfstoffe bieten gegenüber den herkömmlichen Polysaccharid-Impfstoffen zahlreiche Vorteile
- Seit diesem Frühjahr steht erstmalig ein Konjugatimpfstoff gegen vier von fünf Meningokokken-Serogruppen zur Verfügung

Marburg, 10.08.2010 - Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat eine neue Impf-Empfehlung für Impfungen gegen Meningokokken herausgegeben und damit einen neuen medizinischen Standard geschaffen: Für alle Personen ab 11 Jahre soll anstelle der bisher verwendeten Meningokokken-Polysaccharid-Impfstoffe ab sofort ein Meningokokken-Konjugatimpfstoff gegen die Serogruppen A, C, W135 und Y verwendet werden. Diese neue Empfehlung gilt für die Impfung von gesundheitlich gefährdeten Personen (Personen mit bestimmten Immundefekten, z.B. einer Funktionsunfähigkeit der Milz), die Impfung von Personen mit beruflichem Risiko (Laborpersonal) und für die so genannte post-expositionelle Prophylaxe. Als Reiseimpfung wird eine Impfung gegen Meningokokken außerdem für  Teile von Afrika, aber auch weitere, zum Teil wechselnde Regionen der Welt empfohlen. Während der Pilgerzeit (Hadj) ist eine Impfung gegen die vier genannten Meningokokken-Serogruppen für die Einreise nach Saudi-Arabien vorgeschrieben. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut berücksichtigt in ihren jetzt veröffentlichten aktuellen Empfehlungen*, dass es seit Frühjahr 2010 in Europa einen zugelassenen Vierfach-Konjugatimpfstoffes gibt.
 
Konjugatimpfstoffe besitzen gegenüber herkömmlichen Polysaccharid-Impfstoffen eine Reihe von Vorteilen: zum Beispiel die Ausbildung eines Immungedächtnisses und eine Wirksamkeit auch bei Säuglingen und Kleinkindern unter zwei Jahren. Der bislang einzige Vierfach-Konjugatimpfstoff Menveo (Novartis) ist zunächst für Personen ab 11 Jahre zugelassen.
 
Impfempfehlung gegen Meningokokken C gilt unverändert:
Die STIKO empfiehlt weiterhin, alle Kinder ab dem 12. Monat zum frühestmöglichen Zeitpunkt mit einem konjugierten Meningokokken C-Impfstoff zu impfen. Sollte dieser Zeitpunkt verpasst worden sein, wird empfohlen, die Impfung bis zum 18. Geburtstag nachzuholen.
 
Über Meningokokken-Erkrankungen
Meningokokken sind Erreger, die eine Hirnhautentzündung (Meningitis) und/oder Blutvergiftung (Sepsis) auslösen können. Insgesamt gibt es fünf verschiedene so genannte Serogruppen von Meningokokken, die für den Menschen gefährlich werden können. Sie werden mit den Buchstaben A, B, C, W135 und Y bezeichnet und sind weltweit unterschiedlich verteilt. Meningokokken werden durch Tröpfchen-Infektion (z.B. Husten oder Niesen) übertragen. Die Sterblichkeit durch Meningokokken-Infektionen ist hoch: etwa 10% aller Patienten versterben, bei weiteren 20% bleiben permanente Folgeschäden zurück. Der neue Meningokokken-Konjugatimpfstoff schützt gegen vier der  fünf Serogruppen.
 
Weitere Änderungen der STIKO-Empfehlungen (Auszüge):

Influenza: Neu in die Empfehlungen der STIKO aufgenommen wurde
· die Impfung von Schwangeren ab dem 4. Schwangerschaftsmonat, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens ab dem 1. Schwangerschaftsmonat sowie
· die Impfung von Personen mit chronischen neurologischen Krankheiten, z.B. Multiple Sklerose, mit durch Infektionen getriggerten Schüben.

Cholera: Während die STIKO bisher eine Cholera-Impfung nur im Ausnahmefall und auf Verlangen des Ziel- oder Transitlandes empfohlen hatte, wird die Impfung jetzt generell für Aufenthalte in Infektionsgebieten, speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen bei aktuellen Ausbrüchen, z.B. in Flüchtlingslagern oder bei Naturkatastrophen, empfohlen.

Tollwut: Hier wurde neu aufgenommen, dass auch Personen mit Umgang mit Tieren (Tierärzte, Jäger, Forstpersonal, u.a.) in Gebieten mit neu aufgetretener Wildtollwut gegen Tollwut geimpft werden sollen.
 
Quellen:
* Epidemiologisches Bulletin 30/2010, Robert Koch-Institut

Über Novartis

Novartis bietet medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften auf der ganzen Welt einzugehen. Das Unternehmen ist ausschliesslich auf Wachstumsbereiche des Gesundheitssektors ausgerichtet und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen - mit innovativen Arzneimitteln, kostengünstigen generischen Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen sowie Consumer-Health-Produkten. Novartis ist das einzige Unternehmen mit führenden Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2009 erzielten die fortzuführenden Geschäftsbereiche des Konzerns einen Nettoumsatz von USD 44,3 Milliarden. Der Konzern investierte rund USD 7,5 Milliarden in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 100 000 Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter (Vollzeitstellenäquivalente) in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.
 
Novartis Vaccines und Diagnostics
ist eine Division von Novartis, deren Schwerpunkt auf der Entwicklung von präventiven Behandlungen liegt. Die Division umfasst zwei Bereiche: Novartis Vaccines und Novartis Diagnostics. Novartis Vaccines ist der weltweit fünftgrößte Impfstoffhersteller und der zweitgrößte Anbieter von Grippeimpfstoffen in den USA. Zu den Produkten der Division gehören außerdem Meningokokken-, Pädiatrie- und Reiseimpfstoffe. Novartis Diagnostics entwickelt und vertreibt innovative Technologien für den frühen Nachweis von Pathogenen, um so die weltweite Blutversorgung zu schützen und die Ausbreitung von Infektionskrankheiten zu verhindern.
 
Novartis Vaccines in Marburg ist der deutsche Standort des Impfstoffherstellers Novartis Vaccines and Diagnostics. In Deutschland hat der Impfstoffhersteller eine mehr als 100-jährige Tradition, die auf den Firmengründer Emil von Behring zurückgeht, den ersten Träger des Medizin-Nobelpreises. In Deutschland ist Novartis Vaccines führender Spezialist bei Influenza- und FSME-Impfstoffen. Am Standort Marburg werden neben Grippe- und FSME-Impfstoff u.a. auch Impfstoffe gegen Diphtherie, Tetanus und Tollwut hergestellt. Informationen unter http://www.novartis-vaccines.de.

 

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Irene.vonDrigalski@novartis.com und presse.marburg@novartis.com

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Referentin Fach-PR / Produktkommunikation Novartis Vaccines
+49-6421-395944 (direkt)
Stefanie.Mohr@novartis.com und presse.marburg@novartis.com

 

Medienmaterial

Informationen sowie Bildmaterial in unterschiedlicher Auflösung stehen Journalisten in einem geschützten Pressebereich auf der Internetseite von Novartis Vaccines zur Verfügung. Anmeldungen und Einloggen unter http://www.novartis-vaccines.de/php/presse/login.php.

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09.01.2012 16:43 Uhr

 

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