

Pressemeldungen
Europäische Marktzulassung für Impfstoff zur Prävention der Japanischen Enzephalitis
· Erster Erfolg für die 2006 gegründete strategische Allianz zwischen Novartis Vaccines und Intercell AG
· Neuer Impfstoff stärkt das Reiseimpfstoff-Portfolio von Novartis Vaccines
· Japanische Enzephalitis ist eine potenziell lebensbedrohliche Krankheit für europäische Asienreisende
Marburg, 07.04.2009 - Die Europäische Arzneimittelagentur (EMEA) hat dem Impfstoff IXIARO® die Zulassung als Impfung gegen die Japanische Enzephalitis (JE) erteilt. Bei der JE, einer durch Stechmücken übertragenen flaviviralen Infektion, handelt es sich um eine schwere Erkrankung, an der jährlich ca. 30.000 bis 50.000 Menschen in Asien erkranken. Die Erkrankung kann für Asienreisende lebensbedrohlich sein: Pro Jahr sterben 10.000 bis 15.000 Menschen in Asien daran1,2.
Der Impfstoff wurde für Reisende entwickelt, die ihr Erkrankungsrisiko verringern möchten. In Europa gab es bisher keinen zugelassenen Impfstoff gegen die Japanische Enzephalitis. JE ist in Asien hoch prävalent. JE-Erkrankungsfälle sind von den Inseln im Westpazifik im Osten bis hin zur pakistanischen Grenze im Westen und vom äußersten Osten Russlands und Korea im Norden bis nach Nordaustralien im Süden aufgetreten.
„Asien ist ein sehr beliebtes Reiseziel bei Europäern. Da sich die Japanische Enzephalitis durch Stechmücken ausbreitet, ist das Risiko für Reisende schlecht prognostizierbar“, so Dr. Andrin Oswald, CEO von Novartis Vaccines and Diagnostics. „Eine Impfung ist daher die wirksamste Vorbeugungsmaßnahme gegen diese Erkrankung“. Dieser Impfstoff „füllt eine dringende Lücke in der Prävention für Reisende aus Europa nach Asien.“
„Erstmals können wir in Deutschland einen Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis anbieten. Es gibt keine spezifische Behandlung gegen JE, umso wichtiger ist es, dass Novartis Vaccines nun Reisende nach Asien vor dieser Erkrankung schützen kann“, unterstreicht Dr. Markus Leyck Dieken, Geschäftsführer von Novartis Vaccines.
Der Impfstoff wurde von der Intercell AG entwickelt. Novartis und Intercell unterhalten eine strategische Allianz, die Novartis die Vertriebsrechte für IXIARO® erteilt. Am 18. Dezember 2008 empfahl das European Committee for Human Medicinal Products (CHMP) die Erteilung der Genehmigung für das Inverkehrbringen des neuen Impfstoffs. Die Europäische Kommission hat die Marktzulassung für die 27 Länder der Europäischen Union sowie für Norwegen und Island jetzt erteilt. Der Impfstoff wurde bereits am 30. März 2009 in den USA und im Januar 2009 in Australien zugelassen.
Über die Japanische Enzephalitis (JE)
Die Japanische Enzephalitis (JE) ist eine akute entzündliche Erkrankung des Gehirns und des Rückenmarks, die von dem Japanischen Enzephalitisvirus (JEV) verursacht wird. Die meisten Infektionen mit dem JE-Virus nehmen einen leichten Verlauf (Fieber und Kopfschmerzen) bzw. es treten keine offenen Symptome auf. Aber: etwa eine von 300 Infektionen führt zu einer schweren Erkrankung mit raschem Einsetzen von hohem Fieber, Kopfschmerzen, Nackensteife, Orientierungsverlust, Koma, Krämpfen, spastischer Lähmung und Tod. Die Sterblichkeitsrate bei den Erkrankten liegt bei etwa 30 % und bis zu 50 % der Überlebenden leiden lange bis lebenslang an chronischen neurologischen Folgeerscheinungen2,3. In Gegenden, in denen das JE-Virus häufig vorkommt, tritt die Enzephalitis in erster Linie bei Kleinkindern auf, da ältere Kinder und Erwachsene möglicherweise nach einer Infektion eine natürliche Immunität erworben haben oder bereits geimpft worden sind. JE ist in Asien eine führende Ursache für virale Enzephalitis, von der jedes Jahr 30.000 bis 50.000 klinische Fälle gemeldet werden3.
Das Japanische Enzephalitisvirus wird nur von bestimmten Stechmückenarten (am häufigsten von Culex tritaeniorhynchus) übertragen. Diese Stechmücken kommen oft in ländlichen Gebieten Asiens, aber auch in den Randbezirken der Städte vor. Die Aufnahme des Virus durch die Stechmücken erfolgt bei einer Blutnahrung an Hausschweinen oder Wildvögeln, die mit dem Japanischen Enzephalitisvirus infiziert sind. Die so infizierten Stechmücken übertragen das Japanische Enzephalitisvirus dann bei der nächsten Blutnahrung auf andere Schweine und Wasservögel oder auch auf den Menschen4. Aufgrund der Eigenheiten des Lebenszyklus des JE-Virus ist eine Ausrottung der JE nicht möglich.
Etwa 3 Milliarden Menschen leben in Gebieten, in denen ein Krankheitsrisiko besteht. Novartis Vaccines bemüht sich intensiv darum, Reisende und die medizinischen Fachkreise über das Risiko einer JE-Infektion auf Reisen und über mögliche Schutzvorkehrungen, z. B. die Impfung mit IXIARO®, aufzuklären und zu informieren.
Weitere Informationen unter: www.reiseerkrankungen.de
Literatur
1. PATH. JE in depth. http://www.path.org/projects/JE_in_depth.php 2008
2. Centers for Disease Control and Prevention. Travelers’ Health: Yellow Book; Kapitel 4, Japanese Encephalitis. http://www.cdc.gov/travel/yellowBookCH4-JapaneseEncephalitis.aspx 2007
3. http://cdc.gov/ncidod/dvbid/jencephalitis/facts.htm
4. Solomon, T, Mallewa M. Dengue and other emerging flaviviruses. J Infect 2001;42:104-115
Über Novartis
Die Novartis AG bietet medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften auf der ganzen Welt einzugehen. Das Unternehmen ist ausschliesslich auf Wachstumsbereiche des Gesundheitssektors ausgerichtet und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen – mit innovativen Arzneimitteln, Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen, kostengünstigen generischen Medikamenten sowie Consumer-Health-Produkten. Novartis ist das einzige Unternehmen mit führenden Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2008 erzielten die fortzuführenden Geschäftsbereiche des Konzerns einen Nettoumsatz von USD 41,5 Milliarden und einen Reingewinn von USD 8,2 Milliarden. Der Konzern investierte rund USD 7,2 Milliarden in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 96 700 Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter (Vollzeitstellenäquivalente) in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.
Novartis Vaccines and Diagnostics ist eine Division von Novartis, deren Schwerpunkt auf der Entwicklung von präventiven Behandlungen und Hilfsmitteln liegt. Die Division beinhaltet zwei Bereiche: Novartis Vaccines und Chiron. Novartis Vaccines ist der weltweit fünftgrößte Impfstoffhersteller und der zweitgrößte Anbieter von Grippeimpfstoffen in den USA. Zu den Produkten der Division gehören Grippe-, Meningokokken-, Pädiatrie- und Reiseimpfstoffe. Chiron steht für das Bluttest- und Molekulardiagnostik-Geschäft und arbeitet daran, die Ausbreitung von Infektionskrankheiten durch Entwicklung neuartiger Bluttests zum Schutz der weltweiten Versorgung zu verhindern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartisvaccines.com.
Novartis Vaccines in Marburg ist der deutsche Standort des Impfstoffherstellers Novartis Vaccines and Diagnostics. In Deutschland hat der Impfstoffhersteller eine mehr als 100-jährige Tradition, die auf den Firmengründer Emil von Behring zurückgeht, den ersten Träger des Medizin-Nobelpreises. In Deutschland ist Novartis Vaccines führender Spezialist bei Influenza- und FSME-Impfstoffen. Am Standort Marburg werden neben Grippe- und FSME-Impfstoff u.a. auch Impfstoffe gegen Diphtherie, Tetanus und Tollwut hergestellt. Informationen unter www.novartis-vaccines.de.
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Stefanie.Mohr@novartis.com und presse.marburg@novartis.com
Medienmaterial
Informationen sowie Bildmaterial in unterschiedlicher Auflösung stehen Journalisten in einem geschützten Pressebereich auf der Internetseite von Novartis Vaccines zur Verfügung. Anmeldungen und Einloggen unter http://www.novartis-vaccines.de/php/presse/login.php.
Auf www.novartis-vaccines.de finden Interessierte außerdem den Em@il von Behring Newsletter. Dieser kann unter www.novartis-vaccines.de/php/newsletter/ kostenlos abonniert werden.
Bei Veröffentlichung freuen wir uns über ein Belegexemplar.
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09.01.2012 16:43 Uhr

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