

Pressemeldungen
Rundum geimpft zur Fußball-WM nach Südafrika
- Auch bei Aufenthalt in Städten Südafrikas ist guter Impfschutz wichtig
- Tropenmediziner empfiehlt neben Standardimpfungen auch Schutz vor Typhus, Cholera, Tollwut, Meningokokken-Erkrankungen und Hepatitis A
- Im Winter auf der Südhalbkugel steigt das Risiko von Tröpfcheninfektionen
Marburg, 13.04.2010 - Die Fußball-Weltmeisterschaft rückt näher und viele Fans fiebern in diesen Tagen ihrer Reise zu den Spielstätten in Südafrika entgegen. Wer den Torjubel unbeschwert genießen und auch gesund nach Hause zurückkommen will, sollte sich rechtzeitig um geeignete Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit kümmern. Denn in Südafrika gibt es besondere gesundheitliche Risiken, auf die das Immunsystem von Mitteleuropäern wenig vorbereitet ist.
"Wie bei jeder Reise sollte auch die Reise zur Fußball-WM nach Südafrika genutzt werden, den eigenen Impfschutz zu überprüfen", rät daher Dr. Christian Schönfeld, Arzt im Institut für Tropenmedizin in Berlin. Dies gelte keineswegs nur für Abenteuer- und Rucksacktouristen: "Auch Fans, die sich nur in den größeren Städten aufhalten, in denen die Spiele ausgetragen werden, sollten sich vor den wichtigsten Infektionskrankheiten in Südafrika schützen".
Erkrankungsrisiken durch ungewohnte Hygiene-Bedingungen
Vor der Reise in das Land am Kap ist deshalb ein Impfpasscheck beim Hausarzt oder einem Reisemediziner sinnvoll. In jedem Fall sollten die Standard-Impfungen vorliegen, die auch für Deutschland empfohlen sind (Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Polio und Masern).
Ein häufiges Problem in Südafrika ist, dass Nahrungsmittel und Trinkwasser nicht immer in hygienisch einwandfreier Form angeboten werden. "Daraus könnten sich zusätzliche Infektionsrisiken für die in der Regel an gute hygienische Verhältnisse gewöhnten Deutschen ergeben", warnt Tropenmediziner Dr. Schönfeld.
"Sicherheitsbewusste Fans, die möglichst kein Spiel verpassen wollen, schützen sich daher auch vor Typhus und Cholera", empfiehlt der Experte. Gegen beide Erkrankungen kann mit gut verträglichen Schluckimpfungen vorgebeugt werden. "Die Cholera-Schluckimpfung hat den angenehmen Nebeneffekt, dass diese auch den einen oder anderen Reisedurchfall verhindern kann", erklärt Dr. Schönfeld.
Eine der häufigsten Reiseerkrankung, die ebenfalls über verunreinigte Speisen oder Trinkwasser übertragen wird, ist die Hepatitis A, auch Reisegelbsucht genannt. Die Erkrankung verläuft meist mit Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen und kann einige Wochen andauern. Tropenmediziner Schönfeld rät daher allen Kap-Reisenden sich auch davor impfen zu lassen: "Selbst Spätentschlossene können sich noch jederzeit bis kurz vor oder sogar am Tag der Abreise mit einer einzigen, sehr gut verträglichen Impfung wirksam vor Hepatitis A schützen".
Tollwut-Gefahr auch in Städten
Weniger häufig, aber dafür extrem gefährlich ist die Tollwut, die in Südafrika landesweit vorkommt. Die Erreger dieser Infektion können beim Biss eines erkrankten Tieres auf den Menschen übertragen werden. Ist sie erst ausgebrochen, endet die Erkrankung immer tödlich. Die Mehrzahl der Infektionen wird aus den östlichen Provinzen Kwa Zulu-Natal und Limpopo gemeldet, in denen sich bei Touristen beliebte Nationalparks wie der Krüger Nationalpark befinden. Aber selbst in Städten besteht Tollwut-Gefahr, z.B. durch die Zunahme von streunenden Hunden in Kapstadt, warnt Dr. Schönfeld: "In Belfast starb Anfang 2009 eine junge Frau an Tollwut, die sich in einem Tierheim in Südafrika angesteckt hat und sich nicht sofort behandeln ließ." Reisende sollten sich deshalb zur Sicherheit vorab in Deutschland gegen Tollwut impfen lassen. Dafür steht ein moderner, gut verträglicher Zellkultur-Impfstoff zur Verfügung. Für die Grundimmunisierung sind drei Impfungen innerhalb von drei Wochen erforderlich. Ungeimpfte sollten nach einer Bissverletzung umgehend einen Arzt aufsuchen und sich behandeln lassen, empfiehlt der Tropenmediziner.
Meningokokken-Erkrankungen in Südafrika häufiger als in Europa
Wichtig zu wissen ist laut Dr. Schönfeld auch, dass während der Fußball-WM in Südafrika Winter ist und daher auch die in der kalten Jahreszeit üblichen Infektionserkrankungen auftreten können: "Reisende Fans müssen mit großen Menschenmassen in den Stadien, an beliebten öffentlichen Plätzen sowie in Bussen und Bahnen rechnen. Daraus ergibt sich eine steigende Gefahr von Tröpfcheninfektionen wie Meningokokken-Erkrankungen oder die saisonale Grippe." Gerade die durch Meningokokken hervorgerufene Hirnhautentzündung kommt in Südafrika häufiger vor als in Europa. Aber auch dagegen kann man vorbeugen: "Vor kurzem wurde in Europa ein neuer, moderner Meningokokken-Impfstoff zugelassen, der vor vier Erreger-Gruppen schützt. Mit nur einer Impfung kann man sich noch rechtzeitig vor dem Abflug nach Südafrika vor dieser Erkrankung effektiv schützen", empfiehlt der Experte.
Sinnvolle Impfungen für Südafrika im Überblick:
- Standardimpfungen, die auch für Deutschland empfohlen sind (Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Polio und Masern)
- Schluckimpfung gegen Cholera z.B. mit Dukoral®
- Impfung gegen Typhus (ebenfalls als Schluckimpfung möglich) z.B. mit Typhoral®
- Tollwut-Impfung z.B. mit Rabipur®
- Impfung gegen Meningokokken-Erkrankungen z.B. mit Menveo®
Über Novartis
Novartis Vaccines and Diagnostics ist eine Division von Novartis, deren Schwerpunkt auf der Entwicklung von präventiven Behandlungen liegt. Die Division umfasst zwei Bereiche: Novartis Vaccines und Novartis Diagnostics. Novartis Vaccines ist der weltweit fünftgrößte Impfstoffhersteller und der zweitgrößte Anbieter von Grippeimpfstoffen in den USA. Zu den Produkten der Division gehören außerdem Meningokokken-, Pädiatrie- und Reiseimpfstoffe. Novartis Diagnostics entwickelt und vertreibt innovative Technologien für den frühen Nachweis von Pathogenen, um so die weltweite Blutversorgung zu schützen und die Ausbreitung von Infektionskrankheiten zu verhindern.
Die Novartis AG bietet medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften auf der ganzen Welt einzugehen. Das Unternehmen ist ausschliesslich auf Wachstumsbereiche des Gesundheitssektors ausgerichtet und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen - mit innovativen Arzneimitteln, kostengünstigen generischen Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen sowie Consumer-Health-Produkten. Novartis ist das einzige Unternehmen mit führenden Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2008 erzielten die fortzuführenden Geschäfts-bereiche des Konzerns einen Nettoumsatz von USD 41,5 Milliarden und einen Reingewinn von USD 8,2 Milliarden. Der Konzern investierte rund USD 7,2 Milliarden in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 99 000 Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter (Vollzeitstellen¬äquivalente) in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.
Novartis Vaccines in Marburg ist der deutsche Standort des Impfstoffherstellers Novartis Vaccines and Diagnostics. In Deutschland hat der Impfstoffhersteller eine mehr als 100-jährige Tradition, die auf den Firmengründer Emil von Behring zurückgeht, den ersten Träger des Medizin-Nobelpreises. In Deutschland ist Novartis Vaccines führender Spezialist bei Influenza- und FSME-Impfstoffen. Am Standort Marburg werden neben Grippe- und FSME-Impfstoff u.a. auch Impfstoffe gegen Diphtherie, Tetanus und Tollwut hergestellt. Informationen unter www.novartis-vaccines.de.
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09.01.2012 16:43 Uhr

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