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Pressemeldungen

Impfschutz gegen saisonale Grippe in diesem Herbst wichtiger denn je

· Experten befürchten, dass sich die Viren der saisonalen und der pandemischen Grippe mischen und dadurch das Risiko einer schweren Grippeerkrankung steigt
· Saisonaler Grippeimpfstoff mit Wirkverstärker (Adjuvans) MF59 für alle ab 65 Jahren schützt zusätzlich vor leicht veränderten Grippeviren und ist gut verträglich
· Die in Entwicklung befindlichen pandemischen Impfstoffe von Novartis Vaccines gegen die pandemische Grippe enthalten MF59

Marburg, 02.09.2009 - Angesichts der H1N1-Pandemie (so genannte „Schweinegrippe“ oder Neue Grippe) droht derzeit aus dem Blick zu geraten, dass auch die normale, jährlich auftretende Grippe (Influenza) in diesem Winter wieder um sich greifen wird. Die Vorbeugung dieser saisonalen Grippe mittels Schutzimpfung sollte deshalb nicht vernachlässigt werden. Sie ist wegen des hohen Risikos der Vermischung der saisonalen und pandemischen Grippeviren diesmal sogar besonders wichtig. Dies erklärten heute namhafte Experten bei einer Pressekonferenz des Impfstoffherstellers Novartis Vaccines in Frankfurt.
 
Mischung von pandemischem mit saisonalem Virus befürchtet
Die jedes Jahr auftretende saisonale Influenza stellt für besonders gefährdete Gruppen ein ernstes Risiko dar – auch in Zeiten der Pandemie. „Zwischen den Jahren 1990-2000 verstarben in Deutschland jährlich zirka 7.000 bis 14.000 Menschen an einer normalen saisonalen Influenza“, erinnerte Professor Peter Wutzler. Besonders betroffen sind Personen ab 65 Jahre: 90 Prozent aller Todesfälle aufgrund der saisonalen Grippe treten bei dieser Personengruppe auf.
Der Direktor des Instituts für Virologie und Antivirale Therapie der Universität Jena plädiert für eine vorbeugende Impfung aller Risikogruppen. Dazu zählen neben älteren Menschen auch chronisch Kranke, medizinisches Personal und Menschen mit vielen Personenkontakten. Da in diesem Winter die Erreger der Neuen Grippe und der saisonalen Grippe gleichzeitig auftreten werden, ist die saisonale Grippeimpfung nach Ansicht des Experten in diesem Jahr wichtiger denn je: „Das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Influenza-A-Virusstämme birgt zunehmend die Gefahr, dass es zu einer Vermischung der Erbinformationen der Erreger kommt und ein neuer Virustyp entsteht, der gefährlich sein kann“, so Wutzler. „Um hier entgegen zu wirken, sollte sich jeder, der zu einer Risikogruppe gehört, gegen die saisonale Grippe impfen lassen“, rät der Experte. Denn je mehr Menschen gegen die saisonale Grippe geimpft sind, umso geringer ist dieses Risiko. Die ideale Zeit für diese Impfung beginnt jetzt im September.
 
Für den Impferfolg ist auch wichtig, dass passende Impfstoffe angewendet werden: „Unterschiedliche Impfstoffe ermöglichen die gezielte Impfung aller Personen, so die konventionellen Impfstoffe für gesunde Erwachsene und Kinder sowie ein wirkverstärkter Impfstoff für Senioren ab 65 Jahre. Letztere benötigen aufgrund ihres schwächeren Immunsystems einen wirkverstärkten Impfschutz“, erklärte Dr. Petra Sandow, Grippeexpertin aus Berlin.
 
So genannte adjuvierte Impfstoffe enthalten einen Wirkverstärker („Adjuvans“), der das Immunsystem besonders intensiv anregt und damit für einen stärkeren Schutz sorgt als normale Impfstoffe. „Mit dem wirkverstärkten Grippeimpfstoff für Ab-65-Jährige wird bei dieser Altersgruppe, die wegen ihres schwächeren Immunsystems auf Standardimpfstoffe nicht optimal reagiert, ein besserer Schutz vor der saisonalen Virusgrippe erreicht. Außerdem hat die Auswertung von Fallkontrollstudien gezeigt, dass bei entsprechend geimpften Senioren im Vergleich zu Ungeimpften ein erheblicher Rückgang akuter stationärer Klinikaufenthalte aufgrund von Grippe-Folgeerkrankungen wie Pneumonien, Schlaganfällen und akuten Herzerkrankungen während der Grippesaison zu verzeichnen war“, sagte Dr. Olaf Zent von Novartis Vaccines in Marburg1.
 
Der wirkverstärkte Impfstoff mit dem Adjuvans MF59 von Novartis Vaccines hat zudem den Vorteil, dass er vor einem breiteren Spektrum von Grippeerregern schützt als Impfstoffe ohne Wirkverstärker, wie Zent weiter erklärte. Das bedeutet, dass der Impfstoff auch dann noch vor Grippe schützen kann, wenn plötzlich leicht veränderte Varianten von Grippe-auslösenden Viren auftreten2,3,4,5. „Da Grippeviren dazu neigen, sich ständig zu verändern, bedeutet dieser breitere Schutz vor Virusvarianten ein Plus für die so geimpften Senioren“, so der Marburger Experte. Bei MF59 handelt es sich um einen Wirkverstärker auf Basis einer Öl-in-Wasser-Emulsion. Der saisonale Grippeimpfstoff mit dem Wirkverstärker MF59 wurde bisher über 45 Millionen Mal verimpft und hat sich in 12 Jahren klinischer Anwendung als sicher und gut verträglich erwiesen.
 
Wie Dr. Zent erklärte, enthalten auch die in Entwicklung befindlichen pandemischen Impfstoffe von Novartis Vaccines gegen die Neue Grippe dieses Adjuvans. Durch den Einsatz des Wirkverstärkers ist laut Zent davon auszugehen, dass diese mit einer geringeren Antigenmenge auskommen.6 Dadurch können mehr Menschen schneller vor der pandemischen Grippe geschützt werden.
 
Aufgrund der Vorteile von Impfstoffen mit Öl-in-Wasser-Emulsionen empfiehlt auch die WHO die Impfung gegen die pandemische Grippe mit Impfstoffen durchzuführen, die einen Wirkverstärker auf Öl-Wasser-Basis enthalten.7
 
Weitere Informationen unter: www.influenza.de

Quellen
1 Puig-Barberà J et al.: Effectiveness of MF59™-adjuvanted subunit influenza vaccine in preventing hospitalisations for cardiovascular disease, cerebrovascular disease and pneumonia in the elderly. Vaccine 2007, 25:7313-7321.
2 Ansaldi F. et al: Cross-protection by MF59-adjuvanted influenza vaccine: neutralizing and haemagglutiniation-inhibiting antibody activity against A(H3N2) drifted influenza viruses, Vaccine 2008
3 Del Giudice et al.Vaccine 24 (2006): 3063-3065
4 Baldo et al., Options VI, Toronto 2007
5 De Donato, S. et al.: Vaccine 17 (1999): 3094-3101
6 Atmar RL et al, Clin Infect Dis 2006; 43: 1135-1142; Bernstein DI et al, J Infect Dis 2008; 197: 667-675
http://www.who.int/csr/disease/swineflu/notes/h1n1_vaccine_20090713/en/index.html

Über Novartis

Die Novartis AG bietet medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften auf der ganzen Welt einzugehen. Das Unternehmen ist ausschließlich auf Wachstumsbereiche des Gesundheitssektors ausgerichtet und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen – mit innovativen Arzneimitteln, Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen, kostengünstigen generischen Medikamenten sowie Consumer-Health-Produkten. Novartis ist das einzige Unternehmen mit führenden Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2008 erzielten die fortzuführenden Geschäftsbereiche des Konzerns einen Nettoumsatz von USD 41,5 Milliarden und einen Reingewinn von USD 8,2 Milliarden. Der Konzern investierte rund USD 7,2 Milliarden in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 96 700 Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter (Vollzeitstellenäquivalente) in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.

Novartis Vaccines and Diagnostics ist eine Division von Novartis, deren Schwerpunkt auf der Entwicklung von präventiven Behandlungen und Hilfsmitteln liegt. Die Division beinhaltet zwei Bereiche: Novartis Vaccines und Chiron. Novartis Vaccines ist der weltweit fünftgrößte Impfstoffhersteller und der zweitgrößte Anbieter von Grippeimpfstoffen in den USA. Zu den Produkten der Division gehören Grippe-, Meningokokken-, Pädiatrie- und Reiseimpfstoffe. Chiron steht für das Bluttest- und Molekulardiagnostik-Geschäft und arbeitet daran, die Ausbreitung von Infektionskrankheiten durch Entwicklung neuartiger Bluttests zum Schutz der weltweiten Versorgung zu verhindern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartisvaccines.com.

Novartis Vaccines in Marburg ist der deutsche Standort des Impfstoffherstellers Novartis Vaccines and Diagnostics. In Deutschland hat der Impfstoffhersteller eine mehr als 100-jährige Tradition, die auf den Firmengründer Emil von Behring zurückgeht, den ersten Träger des Medizin-Nobelpreises. In Deutschland ist Novartis Vaccines führender Spezialist bei Influenza- und FSME-Impfstoffen. Am Standort Marburg werden neben Grippe- und FSME-Impfstoff u.a. auch Impfstoffe gegen Diphtherie, Tetanus und Tollwut hergestellt. Informationen unter www.novartis-vaccines.de.

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+49-6421-393265 (direkt)
Irene.vonDrigalski@novartis.com und presse.marburg@novartis.com

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Referentin Fach-PR/Produktkommunikation 
+49-6421-395944 
Stefanie.Mohr@novartis.com und presse.marburg@novartis.com

Medienmaterial

Informationen sowie Bildmaterial in unterschiedlicher Auflösung stehen Journalisten in einem geschützten Pressebereich auf der Internetseite von Novartis Vaccines zur Verfügung. Anmeldungen und Einloggen unter http://www.novartis-vaccines.de/php/presse/login.php.

Auf www.novartis-vaccines.de finden Interessierte außerdem den Em@il von Behring Newsletter. Dieser kann unter www.novartis-vaccines.de/php/newsletter/ kostenlos abonniert werden.

Bei Veröffentlichung freuen wir uns über ein Belegexemplar. 

 

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09.01.2012 16:43 Uhr

 

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