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Pressemeldungen

STIKO empfiehlt Meningokokken-Impfung von Kontaktpersonen

· Alle Kinder und Jugendlichen zwischen 1 und 18 Jahren sollten gegen Meningokokken C geimpft sein
· Novartis Vaccines entwickelt neuen Impfstoff gegen vier verschiedene Meningokokken-Serogruppen

Marburg, 22.09.2009 - Um das Risiko einer Meningokokken-Erkrankung zu verringern, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) in ihren neuen Empfehlungen nun zusätzlich, alle bislang ungeimpften Kontaktpersonen im Haushalt so bald wie möglich nach dem Kontakt zu dem Erkrankten zu impfen.
Meningokokken sind Bakterien, die schwere Erkrankungen wie eine Hirnhautentzündung und/oder eine Blutvergiftung auslösen können. Aktuelle wissenschaftliche Daten belegen, dass Haushaltskontaktpersonen - also Personen, die mit einem Erkrankten im selben Haushalt wohnen - ein stark erhöhtes Risiko haben, ebenfalls an einer Meningokokken-Infektion zu erkranken. Bisher lautete deshalb die Empfehlung, dass diese Personen vorbeugend Antibiotika einnehmen sollten.
"In Anbetracht der Schwere dieser Krankheit mit hoher Letalität und erheblichem Komplikationsrisiko erscheint [...] die Verhinderung auch weniger Krankheitsfälle [...] erstrebenswert", so die Begründung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für diese neue Empfehlung.
Die Wahl des Impfstoffes ist für den Arzt davon abhängig, welche Meningokokken-Gruppe die Erkrankung ausgelöst hat. Denn insgesamt gibt es fünf verschiedene, für den Menschen gefährliche Gruppen von Meningokokken, die als "Serogruppen" bezeichnet werden. In Deutschland am häufigsten kommt die Serogruppe B vor, sie ist für etwa zwei Drittel aller Erkrankungen verantwortlich. Darauf folgt die Serogruppe C, die etwa ein Viertel aller Erkrankungen und auch die schwersten Verläufe verursacht. Die Serogruppen A, W und Y machen in Deutschland zusammen etwa zehn Prozent aller Erkrankungen aus.  
Bislang stehen zwei unterschiedliche Arten von Impfstoffen zur Verfügung: Gegen die Serogruppe C gibt es moderne Konjugatimpfstoffe, die schon bei kleinen Kindern wirksam sind und einen lang anhaltenden Impfschutz verleihen. Momentan ist gegen die Meningokokken B noch kein Impfstoff erhältlich.

Gegen die Serogruppen A, W und Y stehen bislang nur Polysaccharid-Impfstoffe zur Verfügung, die bei Kleinkindern mit ihrem noch nicht ausgereiften Immunsystem nur begrenzt wirksam sind und auch bei Erwachsenen kein Immungedächtnis induzieren. Um diese Nachteile zu überwinden, befindet sich bei Novartis Vaccines, basierend auf seinem bewährten Konjugatimpfstoff gegen Meningokokken C, ein neuer Konjugatimpfstoff in der Entwicklung, der gleichzeitig vor den Serogruppen A, C, W und Y schützt.

Sobald Konjugatimpfstoffe gegen die Serogruppen A, W135 und Y erhältlich sind, sollen diese laut STIKO für die Meningokokken-Impfung nach Kontakt mit einem an diesen Serogruppen Erkrankten verwendet werden.

 

Lücken im Impfschutz gegen Meningokokken C

Bereits seit 2006 empfiehlt die Ständige Impfkommission für alle Kinder im zweiten Lebensjahr eine Impfung gegen Meningokokken C mit einem Konjugatimpfstoff. Sollte die Impfung im zweiten Lebensjahr nicht erfolgt sein, empfiehlt die STIKO, sie bis zum 18. Geburtstag nachzuholen, denn Meningokokken-Erkrankungen treten vorwiegend bei Kleinkindern bis zum fünften Lebensjahr und bei Jugendlichen auf. Da diese Empfehlung erst seit drei Jahren besteht, klaffen vor allem bei älteren Kindern und Jugendlichen – die in der Regel gesund und deshalb selten beim Arzt sind – noch große Lücken im Impfschutz. Ein Blick in den Impfpass zeigt, ob ein Impfschutz gegen Meningokokken C besteht. Eine eventuell noch fehlende Impfung kann gut mit anderen im Kinder- und Jugendalter wichtigen Impfungen kombiniert werden, so dass in den meisten Fällen dafür nur ein Arztbesuch nötig ist.

Quellen:
1. Epidemiologisches Bulletin 30/2009
2. Epidemiologisches Bulletin 31/2009
3. Epidemiologisches Bulletin 33/2009
Weitere Informationen unter www.meningitis.de

Über Novartis

Die Novartis AG bietet medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften auf der ganzen Welt einzugehen. Das Unternehmen ist ausschließlich auf Wachstumsbereiche des Gesundheitssektors ausgerichtet und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen – mit innovativen Arzneimitteln, Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen, kostengünstigen generischen Medikamenten sowie Consumer-Health-Produkten. Novartis ist das einzige Unternehmen mit führenden Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2008 erzielten die fortzuführenden Geschäftsbereiche des Konzerns einen Nettoumsatz von USD 41,5 Milliarden und einen Reingewinn von USD 8,2 Milliarden. Der Konzern investierte rund USD 7,2 Milliarden in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 96 700 Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter (Vollzeitstellenäquivalente) in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.

Novartis Vaccines and Diagnostics ist eine Division von Novartis, deren Schwerpunkt auf der Entwicklung von präventiven Behandlungen und Hilfsmitteln liegt. Die Division beinhaltet zwei Bereiche: Novartis Vaccines und Chiron. Novartis Vaccines ist der weltweit fünftgrößte Impfstoffhersteller und der zweitgrößte Anbieter von Grippeimpfstoffen in den USA. Zu den Produkten der Division gehören Grippe-, Meningokokken-, Pädiatrie- und Reiseimpfstoffe. Chiron steht für das Bluttest- und Molekulardiagnostik-Geschäft und arbeitet daran, die Ausbreitung von Infektionskrankheiten durch Entwicklung neuartiger Bluttests zum Schutz der weltweiten Versorgung zu verhindern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartisvaccines.com.

Novartis Vaccines in Marburg ist der deutsche Standort des Impfstoffherstellers Novartis Vaccines and Diagnostics. In Deutschland hat der Impfstoffhersteller eine mehr als 100-jährige Tradition, die auf den Firmengründer Emil von Behring zurückgeht, den ersten Träger des Medizin-Nobelpreises. In Deutschland ist Novartis Vaccines führender Spezialist bei Influenza- und FSME-Impfstoffen. Am Standort Marburg werden neben Grippe- und FSME-Impfstoff u.a. auch Impfstoffe gegen Diphtherie, Tetanus und Tollwut hergestellt. Informationen unter www.novartis-vaccines.de.

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+49-6421-393265 (direkt)
Irene.vonDrigalski@novartis.com und presse.marburg@novartis.com

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Referentin Fach-PR/Produktkommunikation 
+49-6421-395944 
Stefanie.Mohr@novartis.com und presse.marburg@novartis.com

Medienmaterial

Informationen sowie Bildmaterial in unterschiedlicher Auflösung stehen Journalisten in einem geschützten Pressebereich auf der Internetseite von Novartis Vaccines zur Verfügung. Anmeldungen und Einloggen unter http://www.novartis-vaccines.de/php/presse/login.php.

Auf www.novartis-vaccines.de finden Interessierte außerdem den Em@il von Behring Newsletter. Dieser kann unter www.novartis-vaccines.de/php/newsletter/ kostenlos abonniert werden.

Bei Veröffentlichung freuen wir uns über ein Belegexemplar. 

 

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09.01.2012 16:43 Uhr

 

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